Osteopathie Gerdes Ganzheitliche Chiropraktik und manuelle Gelenktherapie Heilpraktiker
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Parietale Osteopathie

 

Osteopathie kann bei vielen Beschwerdebildern Anwendung finden. Im parietalen Behandlungsansatz der Osteopathie werden die Muskeln, Sehnen, Gelenke, Bänder und Faszien in den Fokus gerückt.

Es gibt unterschiedliche Beschwerdebilder, die ihren Ursprung im parietalen System haben könne. Ein mögliches Beschwerdebild ist der Kopfschmerz.

 

Der Kopfschmerz ist in der Praxis immer häufiger zu finden. Dies hängt mit vielen verschiedenen Faktoren zusammen. Kopfschmerzen können einerseits durch eine ungünstige Arbeitshaltung, andererseits durch fehlenden Ausgleich an Bewegung oder deren Kombination entstehen. Eine statische und muskuläre Dysbalance führt häufig zu aufsteigenden Spannungen, die somit Kopfschmerzen auslösen können. Hierbei ist ein Ausgleich an Bewegung ein wesentlicher Schritt, um die Kopfschmerzen zu reduzieren. Haben sich aber z.B die muskulären und faszialen Dysbalancen bzw. Störungen soweit manifestiert, dass dem Körper die Möglichkeit zur Kompensation fehlt, kann Osteopathie einen Weg zur Linderung schaffen. Wesentliche Schritte hierbei sind der Sichtbefund der Statik und der Tastbefund der wahrscheinlich daraus entstandenen Restriktionen bzw. Spannungen. Diese sind bei Kopfschmerzen aber auch bei Migräne nicht selten in den Übergangsbereichen der Wirbelsäule zu finden. Also im Übergang vom Schädel zur Halswirbelsäule und im Übergang der Halswirbelsäule zur Brustwirbelsäule. Eine veränderte Statik führt in diesen Bereichen häufig zu einer erhöhten Spannung der Muskulatur. Somit ist bei Kopfschmerzen die Reduktion der Spannung und Beseitigung der z.B. gelenkigen Restriktionen ein wesentlicher Schritt zur Reduzierung des Problemes. Die Osteopathie beinhaltet hierfür unterschiedliche Techniken, die individuell zur Anwendung kommen.

 

 

Der untere Rückenschmerz ist in der Osteopathiepraxis ebenfalls häufig anzutreffen. Hierzu wurden bereits etliche Studien durchgeführt, die häufig zum Ergebnis haben, dass es ein multifaktorelles Geschehen ist. Sie können somit das Symptom meißtens nicht auf ein Problem reduzieren, sondern es sind mehrere Faktoren, die das Problem bestimmen. Für das LWS-Syndrom (Lendenwirbelsäulensyndrom) gelten dieselben Grundsätze wie auch für den Kopfschmerz. Die Betrachtung der Statik und die Palpation der Restriktionen sind unumgänglich für die Suche nach den bestehenden Dysfunktionen. Auch für den unteren Rücken ist der fehlende Ausgleich an Bewegung, aber auch die Arbeitshaltung ein wesentlicher Punkt der das Problem bestimmt. Durch das viele Sitzen (z.B bei Bürotätigkeit) oder nach vorne gebeugte Tätigkeiten, kommen wichtige Muskeln der Lendenwirbelsäule regelmäßig in die Verkürzung. Hierzu zählt z.B. der große Hüftbeugemuskel, der aus zwei Anteilen besteht und an der LWS von vorne und der Innenseite des Beckens beidseitig entspringt. Morgendliche Anlaufschmerzen sind häufig Resultat einer regelmäßigen Verkürzung des Muskels.

 

Bei der Betrachtung der Statik gibt es nicht selten auch Probleme mit dem ISG (Iliosakralgelenk). Durch einfache Tests ist schnell festzustellen, ob eine Dysfunktion in diesem Bereich vorliegt. Diese schildert der Patient vielfach einseitig und punktuell. Eine statische Dysbalance in diesem Bereich kann zu aufsteigenden und absteigenden Problemen führen. Ischialgien einseitig bzw. keine einem Dermatom (Hautareal) klar zuzuordnende Austrahlung, treten häufig gemeinsam mit dem ISG-Syndrom auf. Diese sind vielfach im Pobereich aber auch im seitlichen oder hinteren Oberschenkelbereich zu finden. Nicht selten sind Ausstrahlungen auch in dem vorderen Oberschenkel bis zum Knie und tiefer zu finden. Durch die Fehlstatik können auch wiederholt Blockaden der LWS entstehen. Es ist somit nicht nur wichtig, die verhärteten Muskeln zu detonisieren bzw. zu entspannen, sondern auch die Statik wieder ins Gleichgewicht zu bringen um eine Wiederkehr des Problems zu minimieren. Die Behandlung der Faszien, also des Bindegewebes welches Muskeln umhüllt und miteinander verbindet, ist darüber hinaus eine sinnvolle Ergänzung.

 

Probleme der Brustwirbelsäule sind ebenfalls nicht selten anzutreffen. Hierbei können alle Abschnitte betroffen sein. Der mittlere und obere Bereich der Brustwirbelsäule sind allerdings am häufigsten in Mitleidenschaft gezogen. Auch in diesem Fall können die Arbeitshaltung und ein fehlender Ausgleich an Bewegung zu wiederkehrenden Blockaden der Facettengelenke und den dazugehörenden Rippengelenken führen. Blockaden in diesen Bereichen können weiterhin einen negativen Einfluß auf die Atmung haben.

 

Eigenübungen

Eigenübungen sind sehr sinnvoll, um das erwünschte Ergebnis der Schmerzreduktion bzw. der Schmerzfreiheit zu erlangen und zu erhalten.

 

Hierbei sind drei wesentliche Faktoren zu verbessern:

Mobilität, Kraft und Ausdauer

Es gibt heutzutage eine Vielzahl von Übungen die bei unterschiedlichen Beschwerdebildern zur Anwendung kommen können. Bücher und das Internet bieten ein großes Angebot diesbezüglich. Eine individuelle Anpassung gegen die Beschwerden ist jedoch sehr sinnvoll und nicht zu unterschätzen.

 

 

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